Stadt Dornhan

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Dornhan, Bettenhausen, Busenweiler und Fürnsal"

Unter den Wappen finden Sie die jeweilige Kurzbeschreibung.

Bei der Verleihung von Gemeindewappen wird in der Regel auf die historischen Herrschaftsverhältnisse des Ortes oder auf den Ortsnamen Bezug genommen.

  • Dornhan
  • Bettenhausen
  • Busenweiler
  • Fürnsal

Dornhan:
In Gold (gelb) auf einem schwarzen Dornenzweig ein roter Hahn.

Aus einem Schreiben des Hauptstaatsarchivs Stuttgart:
"Bei dem Wappen von Dornhan handelt es sich um ein sogenanntes redendes Wappen, das bedeutet, dass das Wappenbild auf den Ortsnamen Bezug nimmt.
Seit 1535 erscheint der Hahn auf dem Dornzweig als Stadtwappen von Dornhan. Er löste das Wappen mit dem Abtsstab auf einem Dreiberg ab, das bis zur Einführung der Reformation 1534 Bestandteil des Wappens von Dornhan zusammen mit den drei württembergischen Hirschstangen war. Auch in den Siegeln von Dornhan findet das Wappen mit dem Hahn auf dem Dornzweig ab 1534 Verwendung. Bis 1958 waren zeitweise auf dem Stadtsiegel von Dornhan im gespaltenen Schild vorne (heraldisch rechts, links vom Betrachter) die drei württembergischen Hirschstangen und hinten (heraldisch links, rechts vom Betrachter) der Hahn auf dem Dornzweig abgebildet.
Am 30. Juli 1958 wurde vom Landratsamt Horb, dem Dornhan damals unterstand, das Wappen in der heutigen Form verliehen, womit man wieder zum ursprünglich seit 1535 geläufigen Wappen zurückkehrte. "

Bettenhausen:
In Rot ein auf einem durchgehenden belaubten silbernen (weißen) Zweig sitzender silberner (weißer) Waldkauz.

Das Wappenbild wird wie folgt gedeutet (aus der Festschrift 900 Jahre in Wort und Bild):
"Das Wappen wurde vom Kunstmaler Paul Kälberer, Glatt, entworfen. Der Gemeinderat wählte 1967 aus einer Vielzahl von Entwürfen, den auf der Markung Bettenhausen häufig vorkommenden Waldkauz, als Symbol einer von der Waldwirtschaft lebenden Gemeinde aus. Die Farben "weiß-rot" sind historisch aus den Wappen von Hohenberg und von Bubenhofen entlehnt."

Busenweiler:
In Blau ein silbernes (weißes) Haus mit Glockentürmchen, oben links ein sechstrahliger silberner (weißer) Stern.

Aus einem Schreiben des Hauptstaatsarchivs Stuttgart:
"Bei dem im Gemeindewappen abgebildeten Haus handelt es sich um das herrschaftliche Leprosenhaus der Herrschaft Sterneck, das in Busenweiler stand und später die Funktion des Rathauses ausübte. Da ein solches Leprosenhaus, in dem Leprakranke bzw. Aussätzige wohnten, eine Besonderheit darstellte, hatte man bei der Suche nach einem Ortswappen den Gedanken, dieses Gebäude im Ortswappen anzubringen. Ein Beizeichen zu dem Wappen ist der Stern, der auf das Wappen der Herren von Sterneck Bezug nimmt. Die Tinkturen Silber (Weiß) und Blau wurden dem Wappenn der Herren von Brandeck, die zeitweise Ortsherren waren, entnommen.
Das Innenministerium hat mit Erlass vom 26. September 1957 das Wappen mit der o.g. Blasonierung (Beschreibung) genehmigt."

Fürnsal:
Geteiltes Schild, oben in blau mit 3 weißen Sternen, diagonaler weißer Streifen und unten grün.

Das Wappenbild wird vom Generallandesarchiv wie folgt gedeutet:
"Die drei weißen (silbernen) Sterne sind dem Wappen der früheren Herrschaft Sterneck entnommen, zu der Fürnsal Jahrhunderte lang gehört hat. Der blaue Hintergrund symbolisiert die außerordentlich gesunde Atemluft, die bereits in der Oberamtsbeschreibung des Königreiches Württemberg besonders hervorgehoben worden ist. Das grüne Feld verkörpert die vielfältige Landschaft mit Wald, Wiesen und Laubbäumen um den Ort. Die Grundintention ist gewesen, Merkmale aus der Geschichte mit solchen aus dem Heute zu verbinden."

Gundelshausen, Leinstetten, Marschalkenzimmern und Weiden"

  • Gundelshausen
  • Leinstetten
  • Marschalkenzimmern
  • Weiden

Gundelshausen:
In Silber (weiß) aus einem grünen, mit goldenem (gelbem) lateinischen Großbuchstaben G belegten Dreiberg wachsend ein schwarzer Abtsstab.

Deutung des Wappens (aus dem Vortrag von Kreisarchivar A. Braun anlässlich der Verleihung des Wappens am 03.05.2015):
"Der urkundlich um 1130 erstmals erwähnte Ort Gundelshausen gehörte über Jahrhunderte zu Stadt und Amt Dornhan. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war das Kloster Alpirsbach in dem als Dorf, später als Weiler bezeichneten Gundelshausen der bedeutendste Grundherr. Im 18. Jahrhundert zählte fast die gesamte landwirtschaftliche Fläche auf Gemarkung Gundelshausen zu den Erblehen des Klosters Alpirsbach.

Auch in Dornhan war das Benediktinerkloster Alpirsbach der größte Grund- und Leibherr. Das Dornhaner Stadtsiegel von 1400 zeigte ein Wappen mit dem Abtsstab des Klosters auf Dreiberg im gespaltenen Schild.

Vor diesem Hintergrund erklärt sich der Rückgriff auf das vormalige Stadtwappen von Dornhan, und zwar unter Beschränkung auf die Wappenfigur des Abtsstabs.
Zur Unterscheidung von ähnlichen Wappenbildern wurde im Wappen der Dorfgemeinschaft Gundelshausen dem Abtsstab der Anfangsbuchstabe des Ortsnamens (Großbuchstabe "G") beigefügt."

Leinstetten:
In geteiltem Schild oben in Silber (Weiß) drei grün bestielte und grün besamte Blüten der Leinpflanze nebeneinander, unten in Rot ein silberner (weißer) Zickzackbalken.

"Die Deutung des Wappens (aus der Festschrift 900 Jahre in Wort und Bild):
Dieser Entwurf stammt vom Kunstmaler Paul Kälber, Glatt. Im Wappen sind zunächst die drei Blüten der Leinpflanze. Sie sollen das Wappen redend machen. Die untere Schildhälfte nimmt das Motiv und die Farben der Zickzackteilung aus dem Wappen der Herren von Bubenhofen auf und erinnert damit an diese Familie, in deren Besitz sich der Ort von 1474-1784 befand."

Marschalkenzimmern:
In Silber (Weiß) auf grünem Boden ein linkshin schreitendes schwarzes Pferd (Anmerkung: heraldisch links bedeutet vom Beschauer aus rechts).

Aus einem Schreiben des Hauptstaatsarchivs Stuttgart:
"Das Wappen nimmt Bezug auf die Reichsmarschälle von Pappenheim als Ortsbesitzer in der Zeit vom 17. bis ins 19. Jahrhundert und auf die im 19. Jahrhundert im Ort verbreitete Pferdezucht."

Weiden:
In Rot eine bewurzelte silberne (weiße) Weide, deren Stamm von zwei goldenen (gelben) Rosen begleitet ist.

Aus einem Schreiben des Hauptstaatsarchivs Stuttgart:
"Der Entwurf stammt ebenfalls von dem Kunstmaler Paul Kälberer aus Glatt. Die Weide hat in dem Wappenbild eine "redende Funktion". Die Tinkturen Silber (Weiß) und Rot des Wappens erinnern an die frühere Zugehörigkeit von Weiden zur Herrschaft Rosenfeld. Die vom Rosenfelder Wappen abweichende goldene (gelbe) Tinktur der Rosen hebt diese von der silbernen Weide besser ab. Dieses Wappen wurde vom Innenministerium Baden-Württemberg der Gemeinde Weiden am 17. Oktober 1963 verliehen."

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